Bei Airbrush (übersetzt: Luftpinsel) handelt es sich um eine
Farbtechnik, bei der die Farbe in einem feinen Nebel mittels Druckluft auf eine
Unterfläche aufgetragen wird. So können sowohl glatte Farbflächen als auch
Farbverläufe entstehen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde die erste
Airbrush-Pistole patentiert und doch kämpfen die Künstler bis heute um die
Anerkennung ihrer Technik als „echte“ Kunst. Dabei ist neben der gekonnten
Verwendung der Technik natürlich auch
Kreativität und Fantasie gefragt, damit ein überzeugendes Ergebnis
entsteht. Neben den beeindruckenden Farben und dem realistischen Abbild hat
Airbrush gegenüber anderen Farbtechniken einen weiteren Vorteil: Es kann auf
fast alle Materialien aufgetragen werden, einige Künstler haben sich
beispielsweise auf Bodypainting spezialisiert, während andere Auto-,
Motorradteile oder -zubehör als Gestaltungsgrundlage nehmen. Die für Airbrush
nötige Ausrüstung ist nicht ganz billig, deshalb sollten sich Einsteiger und
Neugierige zunächst die Zeit nehmen und sich in einem Workshop mit der Technik
vertraut machen. Hier kann man nicht nur erfahren, ob Airbrush das Richtige für
den Einzelnen ist und Spaß macht, sondern man lernt auch einiges über den
Umgang und die Pflege der Ausrüstung. Wenn das Interesse dauerhaft bestehen
bleibt, sollte man sich auf jeden Fall von einem Fachhändler beraten lassen,
bevor man sich für einen Kauf entscheidet. Wer eine Airbrush-Gestaltung eines
Objektes in Auftrag gibt, sollte sich vorab mit dem Künstler über den Preis
einig sein, denn dieser ist abhängig von Größe, Art und Aufwand des Lackierers.