Etwa 80 % der Frauen leiden an den unschönen Dellen, die sich besonders an Beinen und Po ausbreiten. Schon ab dem 19. Lebensjahr gibt es kaum noch Frauen, die nicht davon betroffen sind. Wovon? Natürlich von Cellulite, auch Orangenhaut genannt. Im Winter werden die Stellen unter Hosen und Pullovern versteckt, doch im Frühling greifen viele zu Kosmetika oder melden sich in Fitness-Studios an, um den hässlichen Problemzonen zu Leibe zu rücken!
Wie entsteht Cellulite?Um etwas zu bekämpfen, sollte man immer erst wissen, wie es überhaupt dazu kommt. Bei der Cellulite ist es so, dass große Fettzellen, die nicht mehr vom Bindegewebe in der Unterhaut gehalten werden können, sich ablösen und dadurch die Beulen verursachen. Das Hormon Östrogen spielt dabei eine wichtige Rolle, sorgt aber außerdem für eine elastische Textur der Kollagenfasern.
Bei Frauen befinden sich in der Unterhaut viele Fettzellen. Kollagenfasern sind dort nebeneinander gelagert und sorgen für die Reißfestigkeit. Durch diese Anordnung können sich allerdings die Fettzellen hindurch drängen und das Ergebnis ist Cellulite, welche die Haut wie die Oberfläche einer Orange aussehen lässt.
Was kann man dagegen tun?Auf dem Markt werden viele Mittel und Cremes angeboten, die die Cellulite beseitigen sollen. Sie alle können die Dellen aber bestenfalls nur lindern. Viel mehr Wirkung zeigt da eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung – beides ist auch besser für den Geldbeutel! Wer raucht, sollte sich auch Gedanken über das Aufhören machen, denn Nikotin verengt die Blutgefäße. Dadurch wird das Gewebe nicht richtig versorgt und die Kollagenfasern werden geschädigt. Man bietet den Beulen also beste Bedingungen!
ErnährungÜbergewichtige Menschen haben vermehrt mit den hässlichen Dellen zu kämpfen. Hier hilft nur das Abnehmen, wenn man eine Besserung erzielen möchte. Abzuraten ist auf jeden Fall von Methoden wie der Null-Diät oder anderen Diäten, die nur auf schnelle Ergebnisse setzen. Besser ist es weniger zu essen und vor allem die Ernährung umzustellen. Frisches Obst und Gemüse gehören vermehrt auf den Speiseplan, Fett sollte auf ein Minimum reduziert werden. Nimmt man nämlich weniger Fett zu sich, wird auch weniger im Körper gespeichert!
BewegungMan muss nicht gleich zum Spitzensportler werden, um sich mehr zu bewegen. Der Alltag bietet genügend Möglichkeiten seine Fettverbrennung anzuregen. Zum Beispiel kann man Treppen steigen, anstatt den Lift zu benutzen. Oder man läuft zum Briefkasten, anstatt das Auto zu benutzen. Auch ein abendlicher Spaziergang an der frischen Luft ist besser als nur vor dem Fernseher zu hocken.
Es gibt aber auch Sportarten die Spaß machen und Fett verbrennen. Tanzen, Schwimmen, Radfahren und Nordic Walking sind nur ein paar Beispiele dafür. Und steht der Winter vor der Tür, kann man auf Ski Langlauf oder Schlittschuhlaufen zurückgreifen!
Andere MöglichkeitenDie beste Art Fettzellen zu verkleinern ist als das Abnehmen. Bewegt man sich dazu auch noch mehr, werden Muskeln gestrafft und der Stoffwechsel kommt auf Touren. Fette und Kohlenhydrate werden dann verbrannt und setzen sich nicht mehr am Körper an. Ist die Ernährung dann noch gesund, werden dem Körper viele Stoffe zugeführt, die für eine schöne Haut verantwortlich sind.
Wenn man noch mehr tun will, bietet sich noch die Bürstenmassage an. Mit einer Bürste werden die betroffenen Körperstellen in kreisförmigen Bewegungen massiert. Auch eine Zupfmassage ist nicht verkehrt. Beides verbessert die Durchblutung der Haut. Macht man die Massagen regelmäßig, wird die Haut geschmeidiger und Beulen glätten sich.
FazitDie kostengünstigste und effektivste Maßnahme gegen Orangenhaut ist also die gesunde Ernährung gepaart mit viel Bewegung. Von den teuren Cremes kann man allerdings getrost die Finger lassen, denn wäre die Behandlung der Cellulite so einfach, würden wir uns alle nicht mehr damit herum plagen. Es erfordert also schon etwas mehr Einsatz als einfach die Brieftasche zu erleichtern!