Ein paar Pfunde verlieren, dagegen hat wohl niemand etwas. Immer wieder, besonders im Frühling, wünschen sich vor allem Frauen eine Bikini-Figur. Doch die Sünden des Winters mit seinen Feiertagen sind hartnäckig. Speckröllchen zeichnen sich ab und man greift auf weite Kleidung zurück, um die Pfunde zu verstecken. Dabei ist es doch gar nicht mal schwer abzunehmen. Allein mit einer Ernährungsumstellung kann man viel erreichen – wenn man schon beim Einkauf konsequent auf den Fettanteil in der Nahrung achtet. So ist man im Nu auf dem besten Weg im richtigen Tempo und dauerhaft Gewicht zu verlieren.
Damit man weiß, welche Fette gut und welche negativ sind, sollte man sich mit den Fettsäuren auseinander setzen. Im Allgemeinen werden Fette in essentielle, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Doch welche haben eine positive Wirkung? Welche sollte man weglassen, um seine Gesundheit zu schonen?
Essentielle FettsäurenDie essentiellen Fettsäuren sind Fettmolekühle, die der Körper selbst nicht produziert. Deshalb müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Die essentiellen Fettsäuren werden hauptsächlich benötigt, um z. B. Vitamine aufzuspalten, damit der Körper sie aufnehmen und bearbeiten kann. Schon allein auf diesem Grund sollte man nicht vollständig auf Fette verzichten, das wäre ungesund. Mindestens 10 Gramm essentielle Fettsäure werden pro Tag vom Organismus benötigt.
Gesättigte FettsäurenDiese Fettsäuren kommen überwiegend in tierischen Produkten wie Schmalz, Butter und Milch vor. Bei Bedarf stellt unser Körper diese Fette selbständig her. Leider haben diese Fettsäuren aber auch die unangenehme Nebenwirkung, dass sie den Cholesterin-Spiegel in die Höhe treiben.
Ungesättigte FettsäurenDie ungesättigten Fettsäuren sind häufig mit dem Zusatz einfach oder mehrfach versehen. Das heißt, dass sie eine oder mehrere Doppelbindungen besitzen. Wir nehmen sie vor allem durch pflanzliche Lebensmittel, vor allem Lein-, Sonnenblumen-, Oliven- und Rapsöle auf. Aber auch in Fisch sind sie zu finden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, z. B. Linolsäure, senken den Cholesterinspiegel und reduzieren das Risiko eines Infarkts oder der Arteriosklerose.
Bei gesunder Ernährung sollte man zusätzlich auch auf versteckte Fette in Wurst (Leberwurst, Mettwurst), Käse (Streichkäse, Camembert), Milch, Sahne und Saucen achten. Ein vollkommener Verzicht auf tierische Fette ist allerdings nicht nötig, es genügt, wenn man sie nur noch in Maßen zu sich nimmt. Generell sind pflanzliche Fette, gerade beim Kochen und Braten, zu bevorzugen.
Cholesterin – BlutfettÜberall hört und liest man von Cholesterin – aber was ist das eigentlich? Ist es gut oder schlecht für unsere Körper? Welche Krankheiten können durch einen zu hohen Cholesterinspiegel ausgelöst werden?
Kurz gesagt ist Cholesterin eine fettähnliche Substanz, die aus der Nahrung stammt, aber auch vom Körper selbst produziert wird. Cholesterin kommt in all unseren Zellen vor – besonders viel finden wir allerdings im Hirn, in der Milz, der Lunge, den Nebennieren und im Magen. Aufgenommen wird das Cholesterin in Form von tierischen Fetten, besonders durch Eigelb.
Grundsätzlich kann man das Cholesterin in gutes Cholesterin (HDL) und schlechtes Cholesterin (LDL) unterteilen. Die Abkürzungen HDL und LDL hört man meist auch beim Arzt, wenn dort eine Blutuntersuchung stattfindet. Was es aber ist, wissen nur die wenigsten. Ein guter Arzt sollte die Laborbefunde allerdings verständlich erklären können.
HDL – Das gute CholesterinCholesterin ist eine Art Transport-Container. Es wird aus dem Blut und anderen Geweben in die Leber transportiert. Je mehr HDL-Cholesterin im Blut enthalten ist, desto besser ist es. Ist der HDL-Wert hoch, sind Herzerkrankungen oder Arteriosklerose unwahrscheinlich.
LDL – Das schlechte CholesterinAuch LDL ist ein Transporter, der überall hingelangt. Wenn der LDL-Wert im Blut besonders hoch ist, ist das als negativ anzusehen. Dadurch kommt es nämlich auf Dauer zu Ablagerungen in den Gefäßen und damit zur Verengungen der Arterien. Geschieht das in kleinen Herzkranzgefäßen, tritt der gefürchtete Herzinfarkt auf. Führen die Ablagerungen zu Verengungen in der Halsschlagader oder der Gefäße im Gehirn, tritt ein Schlaganfall auf. Liegt der LDL-Wert hingegen im normalen Bereich und gibt es keine anderen Risikofaktoren, so sind diese Erkrankungen nicht so schnell zu befürchten.
Alarmierend ist vor allem, dass heute oft schon Kinder Schlaganfälle durch eine zu fettreiche Ernährung bekommen. Deshalb sollten sich gerade Eltern Gedanken über eine gesunde und fettarme Ernährung der Kleinen machen. Statt Schokolade und Chips sollte also lieber Obst und rohes Gemüse als Snack genommen werden.