Der Begriff „Grafikdesign“ wurde 1922 erstmalig von Schriftkünstler William Addison Dwiggins geprägt. Es ist eine spezielle Form des herkömmlichen Designs und beschäftigt sich mit der Gestaltung visueller Inhalte in allen Medien. Synonym wird auch oft die Bezeichnung „Kommunikationsdesign“ verwendet, da es der grafischen Vermittlung von Texten und Inhalten dienen soll, und somit Bestandteil der massenmedialen Kommunikation ist. Zu Beginn kam Grafikdesign vor allem in den klassischen Printmedien Zeitungen, Zeitschriften und Büchern zum Einsatz. Nun wird es zunehmend auch bei den elektronischen Medien angewendet. Mit dem wachsenden Einsatz im Online-Bereich werden die technischen und künstlerischen Anforderungen an ein möglichst innovatives und interaktives Design immer größer. Grafikdesign wird häufig in den Abteilungen PR und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Weitere Aufgabenbereiche sind Corporate Design, Werbung, Kultur, Freizeit, Information, Didaktik und Verlagswesen. Die Darstellungsmittel des Designers sind vor allem Typografie, Fotografie, Illustration, Layout, Farbgestaltung, Film und Modellbau. Der Beruf des Grafikdesigners hat sich erst im Zuge der Modernisierung entwickelt. Früher wurden seine Aufgaben meist in Personalunion von Drucker und Schriftsetzer ausgeführt. Der Beruf ist rechtlich nicht geschützt, der Zugang weitgehend offen. Mittlerweile gibt es aber immer mehr Bachelor- und Diplomstudiengänge, die eine umfassende Ausbildung im Bereich Grafik- und Kommunikationsdesign ermöglichen.