Die heute so populäre Sportart aus Finnland wurde im Jahr 1997 eigentlich als Sommertrainingsmethode für Spitzenathleten entwickelt. Die Bewegungsabläufe sind denen des Biathlons und Langlaufs gleich und sind leicht zu erlernen. Vielleicht ist das der Grund, warum Nordic Walking seither die Welt im Sturm erobert. Wer ohne große Anstrengungen fit werden möchte, findet in Nordic Walking eine ideale Sportart, die dazu auch noch viel Spaß macht. Die schonenden Bewegungen trainieren den ganzen Körper und somit ist der Sport auch für Übergewichtige, Personen mit Knie- oder Rückenproblemen und auch für Sportmuffel geeignet. Die richtige Technik zusammen mit der Ausrüstung und vielleicht einem Trainingspartner kann man viel Spaß haben.
Was macht Nordic Walking aus?Beim Nordic Walking werden 46% mehr Kalorien verbraucht als bei einem normalen Spaziergang. Dabei wird der Bewegungsapparat bis zu 30% entlastet, so dass auch Personen mit Knie- oder Rückenproblemen trainieren können. Zusätzlich werden auch noch Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich gelöst. Hauptsächlich trainiert werden das Herz-Kreislaufsystem und die Oberkörpermuskulatur. Außerdem wird der gesamte Körper mit mehr Sauerstoff versorgt, was die Leistungsfähigkeit und auch die Kreativität fördert. Und das tut uns allen gut!
Nordic Walking ist auch die perfekte Sportart für alle, die ihr Gewicht reduzieren möchten. Positiv dabei ist, dass man diesen Sport überall im Freien ausüben kann – und mit der richtigen Ausrüstung auch das ganze Jahr über. Ob man für das Training einen geraden Weg oder lieber hügeliges Gelände auswählt, ist völlig egal. Wobei bei kleinen Hügeln der Körper noch mehr trainiert wird.
Ausreden gelten also selbst bei Sportmuffeln und Übergewichtigen nicht mehr, denn dieser Sport ist für alle geeignet. Und am meisten Spaß macht das Training zusammen mit anderen. Da ist sogar Zeit und Puste für einen ausgiebigen Plausch da, denn beim Nordic Walking kommt es nicht auf die Schnelligkeit, sondern auf die Technik und die Effektivität an.
Die TechnikNordic Walking ist nicht nur gut um den gesamten Körper zu trainieren – es ist auch einfach zu lernen. Wer schon mal Skilanglauf betrieben hat, kennt die Bewegungsabläufe eigentlich schon. Wichtig ist, dass die Schultern immer locker und entspannt sind. Der Oberkörper und die Hüfte schwingen bei jedem Schritt mit und die Füße zeigen gerade noch vorne. Die Bewegung selbst erfolgt diatonal. Dabei werden die Stöcke nahe am Körper geführt und der linke Stock setzt am Boden auf, wenn der recht Fuß einen Schritt nach vorne macht – und umgekehrt. Beim Aufsetzen des Fußes ist zu beachten, dass zuerst die Ferse den Boden gerührt und der Fuß dann bis zu den Zehen abgerollt wird. Möchte man das Tempo erhöhen, geht das durch einen kräftigeren Einsatz der Oberarme. Das erhöht natürlich auch die Effektivität des Trainings. Wem das normale Gehen auf Dauer zu langweilig ist, kann auch Variationen ins Training einbauen. Weit ausladende Schritte, Trippelschritte oder auch der parallele Stockeinsatz sind Möglichkeiten Abwechslung und auch mehr Spaß zu schaffen.
Die AusrüstungFür das Training ist auf jeden Fall eine angemessene Sportbekleidung zu empfehlen. Das heißt, die Sachen sollten funktionell und atmungsaktiv sein. Ist es kälter, ist auch eine Kopfbedeckung zu empfehlen. Denn über den Kopf verliert der Körper am meisten Wärme.
Auch gute Schuhe sind wichtig – sie tragen uns schließlich und sollten jeden Schritt abfedern. Am besten eignen sich da Schuhe mit Gel- oder Luftpolstern. Keine Angst, man muss nicht gleich die teuersten kaufen, sie sollten einfach gut passen. Oft gibt es hochwertige Modelle aus der vergangenen Saison zum kleinen Preis zu erstehen. Den Schuhkauf sollte man möglichst auch am frühen Abend durchführen, dann passen sie auf jeden Fall auch noch an anderen Tageszeiten.
Ein wichtiges Accessoire ist auch eine Pulsmessuhr, die es in jedem Sportgeschäft zu kaufen gibt. Um beim Nordic Walking ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollte der Puls während des Trainings gleichmäßig sein – mit einer Pulsmessuhr lässt sich das ganz leicht prüfen.
Das wichtigste an der Ausrüstung sind aber die Stöcke. Ohne sie ist das Training nur halb so effektiv. Da die Stöcke eine Menge aushalten müssen, sollte man ihnen besondere Aufmerksamkeit widmen. Beliebt sind Teleskop-Stöcke, die sich Platz sparend verstauen lassen. Aber Vorsicht: Die Stöcke müssen richtig festgestellt werden können und dürfen sich während des Trainings nicht lockern. Außerdem ist darauf zu achten, dass durch die Stöcke keine Schwingungen auf den Körper übertragen werden. Zur Länge der Stöcke gibt es eine Faustregel: Bilden Ober- und Unterarm einen 90° Winkel, ist die Länge richtig. Der Deutsche Nordic Walking Verband empfiehlt als Formel für die Stocklänge: Körpergröße x 0,66 = Stocklänge.