Visagisten konzentrieren sich im Gegensatz zu Kosmetikern
rein auf den Kopf, insbesondere das Gesicht ihrer Kunden und schminken und
stylen sie für besondere Anlässe wie Empfänge oder andere Festlichkeiten. Bei
Film und Fernsehen sowie in der Modelbranche gibt es keine Profis ohne eigene
Visagisten, die dafür Sorgen, dass die Schönheit ihrer Kunden noch verstärkt
oder z.B. im Film authentisch verändert wird. Für den Beruf des Visagisten gibt
es keine klassische Ausbildung, ein Einstieg ist entweder über eine Ausbildung
an einer (meist recht teuren) Visagisten-Schule oder über diverse Workshops
oder Seminare. Eine vorangegangene Ausbildung als Kosmetiker(in) oder
Friseur(in) liefert grundlegendes Wissen, das auch Visagisten besitzen müssen,
z.B. über Farbberatung. Fast noch wichtiger als die formelle Ausbildung sind
die persönlichen Voraussetzungen, die Visagisten mitbringen müssen, um in ihrem
Beruf erfolgreich zu sein. Die Fähigkeit effektiv, präzise und unter enormem
Zeitdruck arbeiten zu können, ist genauso unabdingbar wie die Flexibilität, für
längere Zeit beruflich unterwegs zu sein. Eine gesunde Selbstkritik und
Einfühlungsvermögen dem Kunden und seinen Wünschen gegenüber kann weiterhin nur
von Vorteil sein. Nach der Ausbildung sind praktische Erfahrungen und gute
Kontakte wesentlich für das eigene berufliche Vorankommen, hier sind Mut und
Eigeninitiative gefragt.